Menopause-Sprechstunde: Beratung in den Wechseljahren

Menopause-Sprechstunde: Beratung und Therapie in den Wechseljahren

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt, werden aber sehr unterschiedlich erlebt. Manche Frauen bemerken kaum Veränderungen, andere leiden unter Beschwerden, die Alltag, Schlaf und Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen. In unserer Menopause-Sprechstunde nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und besprechen gemeinsam mit Ihnen die Möglichkeiten, die zu Ihrer persönlichen Situation passen.

Wann ist eine Beratung sinnvoll?

Eine Beratung kann hilfreich sein, wenn Sie zum Beispiel Folgendes bei sich bemerken:

  • Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen
  • Schlafstörungen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit
  • Zyklusveränderungen oder unregelmäßige Blutungen
  • Trockenheit der Scheide, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr oder wiederkehrende Blasenbeschwerden
  • Konzentrationsprobleme oder nachlassende Belastbarkeit
  • Fragen zur Knochengesundheit und zur Vorbeugung von Osteoporose

Auch wenn Sie noch keine Beschwerden haben und sich einfach informieren möchten, sind Sie herzlich willkommen.

Das Erstgespräch

Am Beginn steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte, Ihre familiäre Vorbelastung und Ihre Wünsche. Je nach Situation ergänzen wir es durch eine gynäkologische Untersuchung, einen Ultraschall und gegebenenfalls eine Blutabnahme. Hormonbestimmungen sind nicht immer notwendig: Die Diagnose der Wechseljahre wird in der Regel anhand von Alter und Beschwerden gestellt.

Anschließend besprechen wir die Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können. Es gibt nicht die eine richtige Lösung für alle.

Menopausale Hormontherapie (Hormonersatztherapie)

Mit den Wechseljahren sinkt die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron. Bei der Hormontherapie werden diese Hormone ersetzt, um Beschwerden zu lindern. Nach aktuellen Leitlinien ist sie eine wirksame Behandlungsoption bei Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Beschwerden im Intimbereich und kann sich auch auf die Knochendichte auswirken.

Wichtige Aspekte:

  • Individuelle Entscheidung: Ob, in welcher Form und wie lange eine Hormontherapie sinnvoll ist, hängt von Ihren Beschwerden, Ihrem Alter, dem Zeitpunkt seit der letzten Regelblutung sowie von Vorerkrankungen und Risikofaktoren ab.
  • Beschwerden im Intimbereich: Bei Scheidentrockenheit kann auch eine lokale Östrogenbehandlung sinnvoll sein, die sich vor allem örtlich auswirkt.
  • Risiken: Je nach Präparat, Dauer und persönlichem Risikoprofil können unter anderem das Risiko für Thrombosen und Brustkrebs beeinflusst werden. Wir besprechen diese Punkte offen und verständlich mit Ihnen.
  • Regelmäßige Kontrolle: Eine Hormontherapie wird in regelmäßigen Abständen überprüft und bei Bedarf angepasst oder beendet.

Bioidentische Hormontherapie

Der Begriff „bioidentisch” bedeutet, dass die Hormone in ihrer chemischen Struktur den körpereigenen Hormonen entsprechen. Auch in der zugelassenen Hormontherapie werden bioidentische Hormone eingesetzt, etwa Estradiol und mikronisiertes Progesteron.

Davon zu unterscheiden sind individuell angefertigte Mischungen aus der Apotheke („Rezepturen”) und Hormonbestimmungen im Speichel. Für deren Wirksamkeit, Dosierungsgenauigkeit und Sicherheit liegen bisher keine verlässlichen Daten vor, weshalb medizinische Fachgesellschaften sie in der Regel nicht empfehlen. Wir informieren Sie gerne ausführlich zu diesem Thema.

Ergänzende Maßnahmen

Unabhängig von der gewählten Therapie können folgende Maßnahmen das Wohlbefinden unterstützen:

  • regelmäßige Bewegung und Krafttraining
  • ausgewogene Ernährung mit ausreichend Calcium und Vitamin D
  • Verzicht auf Nikotin und mäßiger Alkoholkonsum
  • Strategien zur Stressbewältigung und Schlafhygiene

Termin vereinbaren

Wenn Sie sich eine persönliche Beratung wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin:

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Auswahl der geeigneten Therapie erfolgt immer individuell im persönlichen Gespräch.